Das Europäische Arzneimittelbuch lässt keinen Zweifel: Druckluft ist ein Arzneimittel – jedenfalls sofern sie zur Beatmung verwendet wird. Diese Regelung wird den Druckluft-Experten nur auf den ersten Blick erstaunen, denn zweifelsohne hat der Patient in der Narkose Anrecht auf Atemluft, die höchsten Qualitätsanforderungen entspricht und garantiert frei von schädigenden Verunreinigungen ist.
Dem trägt das Europäische Arzneimittelbuch Rechnung. In einem Nachtrag aus dem Jahr 2000 wird festgelegt: Medizinische Druckluft darf maximal 500 ppm Kohlendioxid, 5 ppm Kohlenmonoxid und 67 ppm Wasserdampf enthalten – das entspricht einem atmosphärischen Taupunkt von –46°C. Auch für andere Inhaltsstoffe der Luft, z.B. für den Restölgehalt und für Stickoxide, gelten strenge Grenzwerte.
Mit konventionellen, für Industrie-Einsätze konstruierten Kälte- und Adsorptionstrocknern sind diese Grenzwerte nicht zu erreichen: Hier kommen Systeme zu Einsatz, die speziell für den sensiblen Anwendungsfall „Aufbereitung und Bereitstellung von Atemluft“ entwickelt wurden wie zum Beispiel die Atemluftgeräte-Baureihen ultrapure 2000, medipac 2000 und ALG-S der Produktmarke Donaldson Ultrafilter.
Diese Anlagen bereiten die vom zentralen Kompressor des Krankenhauses erzeugte Druckluft in mehreren Stufen auf. Beim ultrapure 2000 und medipac 2000 halten Filter, Adsorptionstrockner und ein Aktivkohle-Adsorber Partikel, Feuchte, Öldämpfe und Gerüche zurück; eine nachgeschaltete Katalysatorstufe wandelt Kohlenmonoxid in unschädliches Kohlendioxid um. Als letzte Stufe kommt ein Hochleistungsfilter der Produktmarke Donaldson Ultrafilter mit hochwirksamem Tiefenfiltermedium zum Einsatz, der die Luft von Kleinstpartikeln befreit und auch eventuellen Abrieb der Adsorptionsmittel entfernt. Die fünf Aufbereitungsstufen sind exakt aufeinander abgestimmt; die optionale zentrale Steuerung bietet zusätzliche Sicherheits- und Überwachungsfunktionen. Zum Beispiel kann das System bei einem Druckabfall selbsttätig auf eine zweite Aufbereitungslinie umschalten.
Bei den ALG-S-Atemluftgeräten folgt auf eine zweistufige Filter-Kombination ein Adsorptionstrockner, der die Feuchteanteile an sich bindet, und ein dreistufiges Aufbereitungssystem, das CO, CO2, SO2 und NOX sowie Öldämpfe und Geruchsstoffe aus der Druckluft entfernt. Auch hier hält ein nachgeschalteter Filter Abrieb der Adsorbentien zurück.
Die Baureihen ultrapure 2000, medipac 2000 und ALG-S stellen Druckluft bereit, die alle Anforderungen an medizinische Druckluft erfüllt und entsprechend validiert ist: Das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) hat die Aufbereitungssysteme eingehend geprüft und festgestellt, dass die im Europäischen Arzneibuch genannten Grenzwerte ausnahmslos eingehalten werden. Somit kann die von den Systemen aufbereitete Druckluft als „Arzneimittel“ zur Patientenbeatmung verwendet werden.
Die Donaldson Inc. mit Hauptsitz in Minneapolis, Minnesota/ USA ist ein weltweit führender Hersteller von Filtrationssystemen. Das 1915 gegründete Unternehmen ist stark technologieorientiert und hat sich zum Ziel gesetzt, die Wünsche der weltweiten Kunden mit qualifizierter Forschung und innovativen Entwicklungen in hocheffiziente Produkte mit ausgeprägtem After Sales Service umzusetzen. Donaldson beliefert wesentliche Märkte der produzierenden Industrie, die Nahrungsmittelproduktion und die Pharmaindustrie sowie die Fahrzeugtechnik und den Anlagenbau. 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 30 Produktionsstandorten und zahlreichen Service-Stützpunkten tragen zum Erfolg des Unternehmens bei. In Europa ist Donaldson durch die Marken Donaldson Ultrafilter, Donaldson Torit DCE vertreten. Im Geschäftsjahr 2002/2003 erzielte Donaldson einen Umsatz von mehr als 1,2 Mrd. US-$ und konnte zum vierzehnten Mal in Folge einen zweistelligen Ergebniszuwachs erreichen. Donaldson ist im S&P MidCap 400-Index gelistet. An der New Yorker Börse werden Donaldson-Aktien unter dem Kürzel DCI gehandelt. Weitere Informationen sind auf der Website www.donaldson.com verfügbar.
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