Die Getränkeindustrie steht vor wachsenden Herausforderungen. Der Markt fordert durch die wachsende Getränkevielfalt eine hohe Flexibilität, sinkende Gewinnmargen verlangen auch mit Blick auf die stetig steigenden Energiepreise Reaktionen auf der Kostenseite. Die für die Getränkequalität so entscheidende Filtrationstechnologie rückt daher immer weiter ins Zentrum der Betrachtungen, wenn die Produktivität gesteigert und die Kosten gesenkt werden müssen.
Für viele Unternehmen ist es vorteilhaft, die Komponenten für die Druckluftaufbereitung und die Prozessfiltration aus einer Hand zu beziehen. Dabei ergeben sich Synergieeffekte, die sich deutlich auf der Kostenseite auswirken – z. B. beim Einsatz der neuen Ultra-Filter. Der Einsatz dieser Druckluftfilter amortisiert sich allein durch die Energiekostenersparnis bereits in weniger als 12 Monaten. Der Betrieb kann hierbei von der Gesamtkompetenz die Donaldson in der Getränketechnik erworben hat profitieren.
Vom Sterilfilter…
Die Steigerung der Qualität und Sicherheit in den Filtrationsprozessen zeigt sich auch beim Einsatz von Sterilfiltern. Diese erfordern eine regelmäßige Sterilisation, da es sich bei den im Filtermedium zurückgehaltenen Keimen um lebende Organismen handelt, die sich weiterhin vermehren können. Die Sterilisation der Filter wird hierbei meist mit Sattdampf vorgenommen.
Die neue Baureihe der Prozess-Sterilfilter P-SRF N nutzt ein neues Filtermedium, das sich durch eine hohe Rückhaltung von Bakterien, Phagen und Viren auszeichnet. Im Bereich von 0,2 bis 0,3 µm, dem für einen Sterilluft-Tiefenfilter kritischsten Bereich, garantiert Donaldson eine Abscheideleistung von 99,99998 %.
Diese Rückhalterate gewährleistet höchste Sicherheit für alle aseptischen Prozess-Anwendungen von Druckluft und technischen Gasen. Bei der Getränkeabfüllung wird z.B. häufig sterilfiltriertes Kohlendioxid oder Stickstoff als „Counter-pressure-Gas“ verwendet: Auch für diese Anwendung sind die neuen Sterilfilter bestens geeignet.
Durch die Plissierung des Filtermediums vergrößert sich die nutzbare Filterfläche im Vergleich zur vorherigen Baureihe um das Sechsfache – das trägt zu langen Standzeiten und einer sehr hohen Prozesssicherheit bei. In Vergleichstest wurden Standzeiten gemessen, die bis zu 50 % über denen der vorherigen Baureihe liegen. Dazu leistet auch die neuartige wasserabweisende Beschichtung der Sterilfilter einen wesentlichen Beitrag. Durch dieses Coating wird der Differenzdruckabfall nasser Filter drastisch reduziert. Dies ist insbesondere dort wichtig, wo Filter mit Dampf sterilisiert werden und das anschließende Trockenblasen bei konventionellen Filtern zu extremen mechanischen Beanspruchungen führt.
…bis zum Membranfilter
Die Membranfilter des Typ P-PF-BEV sind bei den Mineralbrunnen-Unternehmen bereits weit verbreitet und beweisen jetzt auch ihre Vorteile für die Brauindustrie, wie die Test bei der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB ) in Berlin mit dem plissierten Membranfilter Ultrabev PF-BEV mit 0,45 µm und 0,6 µm gezeigt haben. Die asymmetrisch aufgebaute Membran zeichnet sich durch eine integrierte Vorfilterstufe aus, die eine frühe Verblockung der Membran verhindert und somit eine lange Standzeit garantiert. Bewusst setzt Donaldson bei der eingesetzten Membran auf das Material Polyethersulfon (PES), das sich als chemisch inert erweist und durch hohe Proteintransmission sowie geringste Adsorptionsraten überzeugt. Dies zeigt sich insbesondere bei den im Bier vorkommenden Bitterstoffen und Polyphenolen, die beispielsweise an Nylonmembranen stark gebunden werden, was mit geschmacklichen Veränderungen einhergeht. In den Tests bei der VLB wurde nachgewiesen, dass die Adsorptionstendenz der Ultrabev PF-BEV Filter für diese Inhaltsstoffe im niedrigen Prozentbereich liegt.
Selbstverständlich sind alle Donaldson Filter für die Heißwasser-Sanitation geeignet, wobei Temperaturen bis 90°C problemlos toleriert werden. Auch für die Desinfektion oder Regeneration mit gängigen Chemikalien können die Filter ohne Einschränkung verwendet werden.
Die Vorteile eines Komplettanbieters
VLB-Braumeister Christian Klahm sieht es als Vorteil, dass Donaldson die komplette Filtration des Bierbrauprozesses anbietet. „Für uns als Versuchslabor im Vorfeld der Brauereiproduktion ist es besonders wichtig, mit einem Filteranbieter zu kooperieren, der einfach zu wartende Komplettlösungen mit der entsprechenden Dienstleistung für die Bierherstellung anbietet.“
Auch dies unterstreicht, wie wichtig es für die Getränkeindustrie ist, mit einem innovativen Filterhersteller zusammenzuarbeiten, der nicht nur ein umfassendes Portfolio an hochwertigen Komponenten und wirtschaftlichen Systemen zur Verfügung stellt, sondern auch als zentraler Ansprechpartner mit seinem Service die Verantwortung für die einwandfreie Funktion der Filtrations- und Aufbereitungskomponenten übernimmt.
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